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  • Tanja Hirsch

Sprossen selber züchten - wahre Powerpakete


Sprossen sind wahre Powerpakete. Man kann sie das ganze Jahr über züchten, ohne dass sie dabei viel Platz brauchen. Sie wachsen schnell und sind randvoll mit Vitaminen, Mineralstoffen, Spurenelementen und sekundären Pflanzenstoffen, darunter Jod, Selen, Zink, Eisen, Kupfer, Mangan, Schwefel, Magnesium und Chrom. Die Konzentration der Vitamine und Mineralstoffe ist in Sprossen meist doppelt so hoch wie in ausgewachsenen Pflanzen und verlangen uns dabei nur einen Bruchteil der Verdauungskraft ab, die wir für die ausgewachsene Form benötigen würden. Sprossen sollen zudem bei der Regeneration der Haut und bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen helfen, den Blutzuckerspiegel senken und gegen Entzündungen und Bakterien wirken. Der Verzehr von Sprossen hemmt das Wachstum von pathogenen Keimen und beugt so Infektionen und bösartigen Tumoren vor. Vor allem, wenn wir uns erschöpft und schwach fühlen, schenken uns Sprossen neue Vitalität. Da sich die meisten Sprossen und Keimlinge roh genießen lassen, gehen bei der Zubereitung zudem keine der gesunden Vitalstoffe durch Hitze verloren. Sprossen lassen sich vielseitig verwenden, beispielsweise im Salat, im Brotteig und auf dem Brot, als Füllung, über Suppen gestreut, in Dips und als Base oder Toppings der Yogibowls. So züchtest du deine eigenen Sprossen Du kannst deine eigenen Sprossen ganz einfach zuhause züchten. Wenn es mal schnell gehen muss, findest du aber auch in Biosupermärkten oder in türkischen Supermärkten eine große Auswahl an Sprossen im Kühlregal. Weiche die Samen zunächst über Nacht in Wasser ein, um sie zu aktivieren. Du kannst als Keimglas ein leeres Marmeladenglas verwenden und ein Stück Fliegengitter darüber spannen. Du musst die Keimlinge etwa zwei Mal pro Tag gut durchspülen und anschließend abtropfen lassen. Sie benötigen das frische Wasser zum Wachsen, aber auch, damit sich kein Schimmel oder schädliche Keime ansetzen können. Stelle das Glas mit den eingeweichten, abgetropften Samen umgedreht und leicht schräg schräg an einen hellen und nicht zu warmen Ort, damit das Wasser gut ablaufen kann. Stelle eine Schüssel darunter, damit das Wasser gut abtropfen kann. Folgende Sprossensamen kannst du roh verzehren: Alfalfa, Amaranth, Bockshornkleesamen, Brokkolisamen, Gartenkresse, Kamut, Kürbissamen, Mungbohnen, Radieschen, Rettich, Rucola, Senf, Sesam, rote Beete und Sonnenblumenkerne Diese Sprossenarten musst du ca. 3-5 Minuten vor dem Verzehr abkochen: Dinkel, Kichererbsen, Linsen, Quinoa, Erbsen Das Abkochen macht die Enzyme in Hülsenfrüchten, die eiweißspaltende Verdauungsenzyme inaktivieren, unschädlich.

©2020 Tanja Hirsch